Aus dem Schulalltag

Wenn ich mein Frauchen mit zu ihrer Arbeit begleiten darf, fängt mein Tag genauso früh an, wie eurer. In der Schule jedoch, bin ich der Star. Bereits wenn ich das Lehrerzimmer betrete, kommen viele ihrer Kolleginnen und Kollegen zu mir, um mich zu begrüßen, zu streicheln und im besten Fall mit Leckerlis zu versorgen. Danach geht es zu meinem eigentlichen Arbeitsplatz, dem Klassenraum. Hier werde ich von speziell ausgewählten Schülern in Empfang genommen. Sie ziehen mir mein Geschirr aus, richten meine Decke und füllen meinen Wassernapf. Hier kümmert sich Max ganz liebevoll um mich.

 

Ich freue mich sehr über diese Fürsorge und finde es toll, dass die Schüler bereits so viel Verantwortung für mich übernehmen.

Sogar ein Schild, das über der Klassentür hängt und ein Portrait von mir haben Timo und Shiwa gemacht.

Wenn der Unterricht beginnt, fängt auch für mich die eigentliche Arbeit an. In erster Linie muss ich meinem Drang nach Aufmerksamkeit widerstehen. Ich darf die Kinder ja nicht beim Lernen stören. Deshalb lege ich mich auf meine Decke und beobachte nur.

Eine meiner Aufgaben besteht darin, für Schüler da zu sein, die eventuell Probleme haben. Manchmal sind die Kinder traurig und wenn sie sich dann zu mir setzen dürfen, und mit mir kuscheln, hilft das ihnen oft weiter. Manche Kinder sind sehr aufgeregt und können sich dann nicht richtig auf den Unterricht konzentrieren. Wenn sie sich zu mir setzen, merken sie schnell, dass ihre unruhige Art auch mich unglücklich macht und wie von selbst werden sie ruhiger.

Es ist auch schon vorgekommen, dass ich zwischen Leuten vermittelt habe. Im ersten Moment klingt das komisch, aber ich scheine eine beruhigende Wirkung auf Menschen zu haben. Wenn sie wütend sind, merken sie schnell, dass mich das stört und sie beruhigen sich. So kann ein Streit besprochen und geschlichtet werden. Auch für schüchterne Kinder bin ich eine große Hilfe, denn bei den meisten erzeuge ich eine entspannte Atmosphäre und so können selbst verschlossene Kinder sich öffnen.

Wenn die Stunde zu Ende ist und die Pause anfängt, stehe ich wieder im Mittelpunkt. Denn ich muss natürlich vor die Tür. Hierbei entsteht oft ein Gerangel darum, wer mich und mein Frauchen begleiten darf. Die Aufgabe scheint heiß begehrt zu sein, da selbst Schülerinnen und Schüler aus den Parallelklassen unbedingt mit mir Gassi gehen wollen. Die Auserwählten kümmern sich immer ganz liebevoll um mich. Sie ziehen mir mein Geschirr an und tragen mich sogar die großen Treppenstufen herunter. Da Treppensteigen schlecht für meine Gelenke ist. Nach so viel Anstrengung freue ich mich dann in der nächsten Stunde bereits wieder auf meine Decke.

Impressionen aus meinem Schulalltag

Mentale Mathe-Unterstützung

 

       

Hindernisparcour am letzten Schultag vor den Herbstferien