Ausbildung

Schulhundprüfung und Hundeführerschein

Für die Schulhundprüfung haben ich und mein Frauchen ganz schön arbeiten müssen. Während sie viel Theorie lernen musste, habe ich praktische Aufgaben meistern müssen.

Aber ich war dort zum Glück nicht alleine. Viele Hunde waren dabei. Darunter auch meine Freundin Pink, die schon viel Erfahrung als Schulhund in der Lenneberg Grundschule hat.

Bei der Theorie spielte ich natürlich eine große Rolle. Mein Frauchen sollte mein Verhalten besser verstehen und deuten lernen. Auch, wie ich mich in der Schule verhalten soll und was ich dort tun darf, war Thema. Ich hingegen musste zeigen, dass ich auch auf andere Personen höre. Das klingt im ersten Moment ziemlich einfach, doch für uns Hunde ist dies oft schwierig. Für uns gibt es wichtige Bezugspersonen. Diese Personen kennen wir in und auswendig. Wir wissen, wenn sie traurig sind oder fröhlich und verhalten uns dementsprechend. Wenn ich jemanden nicht so gut kenne, fällt es mir deshalb schwer, genau zu wissen, was sie von mir wollen. Hierfür spielen Kommandos eine sehr wichtige Rolle. In meiner Prüfung musste ich zum Beispiel auf den Ruf eines Kindes reagieren und zu ihr oder ihm gehen. Dort musste ich auf Kommando Sitz oder Platz machen.

Zum Glück waren die Kinder alle sehr nett und haben mich für meine gute Mitarbeit mit Leckerlis belohnt. In einer anderen Übung musste ich einem Kind auf Kommando folgen. Es ist dann mit mir eine abgesprochene Strecke gelaufen. Dabei ist es mir sehr schwer gefallen, nicht zu meinem Frauchen zurück zu laufen oder mich von den interessanten Gerüchen in der Umgebung ablenken zu lassen. Aber ich wusste ja, worauf es ankam.

Hier durfte ich Pink bei ihrer Prüfung zuschauen.

Für das Bestehen dieser Aufgaben habe ich ein Lehrlingszertifikat bekommen. Am 08.04.2018 war ich erneut im Ausbildungszentrum für tiergestützte Pädagogik. Dieses Mal durfte sogar meine Mama Dala mit. Ich habe erneut die Schulhund-Prüfung abgelegt und bin nun kein Lehrling, sondern ein Profi.

 

Am 16.09.2017 habe ich mit meinem Frauchen den DHVE – Hundeführerschein der Stufe 3 bestanden. Im ersten Moment klingt das nach nichts Besonderem, aber bis dahin war es ein weiter Weg. Angefangen hat das Ganze mit ganz viel üben 🙁

Diese Übungen sollen mich auf das tägliche Leben, bei dem ich beispielsweise euch begegnen könnte, vorbereiten und dafür sorgen, dass ich nichts falsch mache.

Um das alles zu lernen ist mein Frauchen oft mit mir ins Hundetraining zur Chris, unserer Trainerin der Hundeschule Mann-O-Mann, gefahren. Das ist wie eine Schule für Hunde und ja auch ich muss zur Schule. Mit dem Team dort und meinem Frauchen habe ich mich dann an vielen Orten wie einem Garten, einem Feld und einer riesigen und lauten Stadt, schwierigen Aufgaben gestellt. Zumindest kam mir die Stadt riesig und laut vor aber dazu später mehr.

Zunächst musste mein Frauchen zeigen, dass ich mich ohne Probleme überall anfassen und untersuchen lasse. Das klingt nicht schwer aber oft verstehe ich nicht sofort was mein Frauchen oder beispielsweise der Tierarzt möchten, wenn sie meine Pfoten untersuchen oder meine hübschen Zähne begutachten. Oft kitzelt das ganz schrecklich und mal ganz ehrlich, lasst ihr euch gerne im Mund herum fingern?

 

 

Auch mit einem Maulkorb musste ich an der

Leine durch den Garten laufen. Das war sehr

ungewohnt so etwas im Gesicht zu haben.

 

Als wäre das Alles noch nicht genug, musste ich auf Kommando einen Kauknochen wieder hergeben den ich ergattert hatte. Nicht einmal in Ruhe Kauen konnte man da.

Besonders schwer ist es mir gefallen 30 Schritte entfernt von meinem Frauchen zu warten, ohne mich ablenken zu lassen. Ganze zwei Minuten musste ich brav sitzen bleiben. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schwer das ist sich zu konzentrieren wenn um einen herum so viele interessante Dinge passieren. Für den leckeren Käse, den es im Anschluss gab, habe ich das natürlich gemacht, ach ja und natürlich auch für mein Frauchen 😉

 

Im Feld musste ich beweisen, dass ich auch ohne Leine an fremden Hunden, Rollerfahrern und Joggern vorbeilaufen kann, ohne dabei die Seite meines Frauchens zu verlassen.

                         

Ich durfte auch mal los sprinten, musste auf den Rückruf von meinem Frauchen aber sofort wieder zurückkommen. Sehr verlockend war das Käsebrötchen auf dem Rückweg, das da direkt vor meiner Schnauze lag.

 

Aber auch da habe ich gelernt, dass ich dem leckeren Duft widerstehen muss. Kein Kauknochen, kein Käsebrötchen… merkt ihr wie arm ich dran bin!

 

Als Letztes sind wir in die Stadt gefahren.

Dort sind wir durch ein Kleidergeschäft

geschlendert. Keine Ahnung was dort so

toll sein soll… nirgends gibt es etwas zu

Essen für mich und ein bequemes

Bettchen darf ich mir aus den Klamotten

auch nicht machen. Gegen Ende sind

wir durch eine kleine Passage gelaufen

und plötzlich waren wir in einem Kasten

aus Glas der auch noch nach oben

gefahren ist. Mein Frauchen hat es einen

Aufzug genannt und dort ist mir ganz

mulmig geworden. Aber ich habe ganz

tapfer mein Frauchen im Blick behalten,

dann ist mir selbst das leichter gefallen.

Danach sind wir in ein Eiscafé gegangen wo sich mein Frauchen eine heiße Schokolade bestellt hat. Wieso sie eine Belohnung bekommen hat, wobei ich doch die ganze Arbeit gemacht habe, verstehe ich zwar nicht, aber ich war ohnehin so müde, dass ich eingeschlafen bin. Was für ein anstrengender Tag!