Schulhund – RS+

Hallo, mein Name ist Fayne.

Ich bin ein Hund, eine französische Bulldogge, um genau zu sein.

Wie viele meiner Verwandten liebe ich es unter Menschen zu sein. Wenn du dich mit mir beschäftigst und vielleicht mit mir kuschelst, fühle ich mich besonders wohl.

Ich wurde am 27.11.2015 geboren. Seitdem lebe ich mit meiner Mama Dala und meinem großen Kumpel Cyrus zusammen.

 

Wir drei wohnen bei unserem Frauchen Frau Menges. Mit ihr unternehmen wir jeden Tag lange Spaziergänge und ausgedehnte Kuschelrunden. Sie sorgt auch für unser Futter und unsere Gesundheit. Tierärzte mag ich persönlich gar nicht. Aber manchmal muss es eben sein.

Neben meiner Unternehmungsfreudigkeit habe ich noch andere Hobbies. Wie zum Beispiel Schulhund in der Klasse von Frau Menges zu sein. Hierdurch lerne ich viele liebe Kinder kennen und erlebe mit ihnen aufregende Dinge. Ich freue mich sehr, wenn die Schüler Rücksicht auf mich nehmen. Zum Beispiel hohe Lautstärke vertrage ich aufgrund meiner guten Ohren überhaupt nicht.

Natürlich müssen ich und mein Frauchen auch einiges dafür tun, dass ich mit in die Schule kommen darf. Hierfür habe ich bereits mit acht Monaten eine Prüfung gemacht. Dabei musste ich zeigen, dass ich auf Kommandos höre und auch, wenn es mir nicht immer Spaß macht, Folge leiste. Aber um in eurer Klasse sein zu dürfen, habe ich das gerne gemacht. Natürlich muss ich noch weitere Prüfungen ablegen, um ein noch besserer Schulhund zu werden.

Aktuell trainiere ich für den BHV-Hundeführerschein. Dafür besucht mein Frauchen mit mir mehrmals in der Woche eine Hundeschule.

Wenn du mehr über mein bisheriges Leben erfahren möchtest, dann scrolle doch einfach runter und schau, ob du etwas interessantes findest.

 

Schulhundprüfung

Für diese Prüfung haben ich und mein Frauchen ganz schön arbeiten müssen. Während sie viel Theorie lernen musste, habe ich praktische Aufgaben meistern müssen.

Aber ich war dort zum Glück nicht alleine. Viele Hunde waren dabei. Darunter auch meine Freundin Pink, die schon viel Erfahrung als Schulhund in der Lenneberg Grundschule hat.

Bei der Theorie spielte ich natürlich eine große Rolle. Mein Frauchen sollte mein Verhalten besser verstehen und deuten lernen. Auch, wie ich mich in der Schule verhalten soll und was ich dort tun darf, war Thema. Ich hingegen musste zeigen, dass ich auch auf andere Personen höre. Das klingt im ersten Moment ziemlich einfach, doch für uns Hunde ist dies oft schwierig. Für uns gibt es wichtige Bezugspersonen. Diese Personen kennen wir in und auswendig. Wir wissen, wenn sie traurig sind oder fröhlich und verhalten uns dementsprechend. Wenn ich jemanden nicht so gut kenne, fällt es mir deshalb schwer, genau zu wissen, was sie von mir wollen. Hierfür spielen Kommandos eine sehr wichtige Rolle. In meiner Prüfung musste ich zum Beispiel auf den Ruf eines Kindes reagieren und zu ihr oder ihm gehen. Dort musste ich auf Kommando Sitz oder Platz machen.

Zum Glück waren die Kinder alle sehr nett und haben mich für meine gute Mitarbeit mit Leckerlis belohnt. In einer anderen Übung musste ich einem Kind auf Kommando folgen. Es ist dann mit mir eine abgesprochene Strecke gelaufen. Dabei ist es mir sehr schwer gefallen, nicht zu meinem Frauchen zurück zu laufen oder mich von den interessanten Gerüchen in der Umgebung ablenken zu lassen. Aber ich wusste ja, worauf es ankam.

Hier durfte ich Pink bei ihrer Prüfung zuschauen.

Für das Bestehen dieser Aufgaben habe ich ein Lehrlingszertifikat bekommen. Wenn ich 18 Monate alt bin, muss ich erneut eine Prüfung ablegen. Ich bin schon jetzt gespannt, was mich und mein Frauchen erwartet.

 

Mein Leben in der Schule

Wenn ich mein Frauchen mit zu ihrer Arbeit begleiten darf, fängt mein Tag genauso früh an, wie eurer. In der Schule jedoch, bin ich der Star. Bereits wenn ich das Lehrerzimmer betrete, kommen viele ihrer Kolleginnen und Kollegen zu mir, um mich zu begrüßen, zu streicheln und im besten Fall mit Leckerlis zu versorgen. Danach geht es zu meinem eigentlichen Arbeitsplatz, dem Klassenraum. Hier werde ich von speziell ausgewählten Schülern in Empfang genommen. Sie ziehen mir mein Geschirr aus, richten meine Decke und füllen meinen Wassernapf. Hier kümmert sich Max ganz liebevoll um mich.

 

Ich freue mich sehr über diese Fürsorge und finde es toll, dass die Schüler bereits so viel Verantwortung für mich übernehmen.

Sogar ein Schild, das über der Klassentür hängt und ein Portrait von mir haben Timo und Shiwa gemacht.

Wenn der Unterricht beginnt, fängt auch für mich die eigentliche Arbeit an. In erster Linie muss ich meinem Drang nach Aufmerksamkeit widerstehen. Ich darf die Kinder ja nicht beim Lernen stören. Deshalb lege ich mich auf meine Decke und beobachte nur.

Eine meiner Aufgaben besteht darin, für Schüler da zu sein, die eventuell Probleme haben. Manchmal sind die Kinder traurig und wenn sie sich dann zu mir setzen dürfen, und mit mir kuscheln, hilft das ihnen oft weiter. Manche Kinder sind sehr aufgeregt und können sich dann nicht richtig auf den Unterricht konzentrieren. Wenn sie sich zu mir setzen, merken sie schnell, dass ihre unruhige Art auch mich unglücklich macht und wie von selbst werden sie ruhiger.

Es ist auch schon vorgekommen, dass ich zwischen Leuten vermittelt habe. Im ersten Moment klingt das komisch, aber ich scheine eine beruhigende Wirkung auf Menschen zu haben. Wenn sie wütend sind, merken sie schnell, dass mich das stört und sie beruhigen sich. So kann ein Streit besprochen und geschlichtet werden. Auch für schüchterne Kinder bin ich eine große Hilfe, denn bei den meisten erzeuge ich eine entspannte Atmosphäre und so können selbst verschlossene Kinder sich öffnen.

Wenn die Stunde zu Ende ist und die Pause anfängt, stehe ich wieder im Mittelpunkt. Denn ich muss natürlich vor die Tür. Hierbei entsteht oft ein Gerangel darum, wer mich und mein Frauchen begleiten darf. Die Aufgabe scheint heiß begehrt zu sein, da selbst Schülerinnen und Schüler aus den Parallelklassen unbedingt mit mir Gassi gehen wollen. Die Auserwählten kümmern sich immer ganz liebevoll um mich. Sie ziehen mir mein Geschirr an und tragen mich sogar die großen Treppenstufen herunter. Da Treppensteigen schlecht für meine Gelenke ist. Nach so viel Anstrengung freue ich mich dann in der nächsten Stunde bereits wieder auf meine Decke.